Fertigung

Prausitzer Weg 13-15
01594 HEYDA
Germany
Tel: 0049 / (0)35266 888 08
Fax: 0049 / (0)35266 889 55

Hauptquartier

Siemensstraße
75334 Straubenhardt
Germany
Tel: 0049 / (0)7082 20226
Fax: 0049 / (0)7082 5865
Historisch
DIARY OF A LEGEND – THE AC CARS STORY

AC Cars: Die frühen Jahre

Alles begann im Jahre 1901 (jüngste Forschungen sagen sogar 1899), als John Weller eine kleine Werkstatt in London gründete, um seinen Traum vom Autobauen in die Tat umzusetzen. Wellers Finanzmittel für das Unternehmen kamen von einem vermögenden Geschäftsmann namens John Portwine. Im Jahre 1903 wurden die Konzepte dann Realität. In diesen Tagen gab es nur zwei Motorvarianten für Wellers einzigartige Fahrzeuge: ein 10 PS Zweizylinder- und ein 20 PS Vierzylindermotor.

Die Fahrzeuge wurden das erste Mal 1903 auf der British Motor Show ausgestellt und der bemerkenswerteste Kommentar war: "Wir sehen eine erfolgreiche Zukunft für das Weller Auto und seinen talentierten Konstrukteur."

 

Autocar wird Autocarrier

1904 wurde Wellers Firma dann in Autocar & Accessoiries Ltd. umbenannt und die Produktion eines kleinen Lieferwagens mit dem Namen „Autocarrier“ begann. Er hatte einen luftgekühlten 5,6 PS Einzylindermotor und war von der Konstruktion her ein Dreirad. Der "Autocarrier" wurde ein großartiger Erfolg und man fand schnell Vertretungen bei zwei Londoner Händlern: Maple & Co und Dickens & Jones. Goodyear Reifen nutzten einen "Autocarrier" um neue Reifen bei reichen Autobesitzern anzuliefern. Innerhalb eines Jahres war der „Autocarrier“ ein vertrauter Anblick im Londoner Straßenbild geworden und wurde als "must have" von den Firmen betrachtet, die als modern und zeitgemäß gelten wollten. Ein Unternehmen hatte insgesamt mehr als 70 "Autocarriers" im Einsatz.

1907 wurde dann eine Mehrsitzerversion eingeführt, die den Namen "Sociable" trug. Die August Ausgabe 1910 des "Motor Cycling" stellte einen "Autocarrier" vor, der für Militärzwecke gebaut wurde. Bald darauf wurde das 25. Londoner Cyclist Regiment mit einer Flotte von "Autocarriern" ausgestattet, die mit auf eine spezielle Karosserieversion montierten Maxim Gewehren ausgerüstet waren. Einige wurden als Munitionstransporter gebaut. Die britische Armee hatte den "Autocarrier" wegen seiner Zuverlässigkeit, seiner Leistung und der einfachen Handhabung ausgewählt. Durch die Ausweitung der Produktion musste Autocarrier & Accessoiries Ltd 1911 in größere Räume in Thames Ditton, etwas außerhalb von London, umziehen.

 

Autocarrier wird AC: Die Legende wird geboren

1915 wurde zum ersten Mal die Abkürzung AC benutzt und im November des Jahres wurde die neue Firma Autocarrier Limited gegründet. Das neue Unternehmen übernahm Autocar & Accessoiries Ltd. und behielt Weller und Portwine als Direktoren. 1918 begann dann die Fertigung eines Zweisitzer AC mit Vierzylindermotor, der für 1020 Englische Pfund verkauft wurde. Diese neuen AC wurden sofort erfolgreich im Motorsport eingesetzt, speziell die Hill Climbs und Trials waren ihre Domäne. 1921 eröffnete man dann neue Verkaufsräume in der Londoner Regent Street und das AC Direktorium wurde um den berühmten englischen Rennfahrer dieser Zeit, Selwyn Francis Edge, erweitert, der dann zum Vorsitzenden der neubenannten AC Cars Limited wurde, nachdem Weller und Portwine wegen unüberbrückbarer Differenzen zurück traten. Die neuen AC Modelle erwiesen sich als sehr sportlich und beeindruckten mit sehr guter Leistung, schönen Karosserien und verschiedenen Farboptionen. Der Motor war nun ein Reihensechszylinder mit Aluminiumkolben, Aluminiummotorblock und Ölwanne. Gesteuert wurde er per Kette und obenliegender Nockenwelle mit 4 Ventilen und 2 Zündkerzen pro Zylinder. Ursprünglich hatte der Motor einen Hubraum von 1477 ccm und leistete 40 PS. Dies war der Beginn einer sehr erfolgreichen Periode für AC in Sachen Verkauf und Marketing. Bald hatte man einen neuen Slogan: Der erste leichte Sechszylinder - und immer noch der Beste!

 

AC Firsts: Die Geschichte entwickelt sich...

1922 schrieb AC Automobilgeschichte, als man den ersten Wagen baute, der mit einem 1500 ccm Motor die 100 Miles per Hour Grenze auf der Berühmten Brooklands Rennstrecke brach. J.A. Joyce steuerte den speziell präparierten 16 Ventil-Vierzylinder AC, der in 1 Stunde 104,85 Meilen in Brooklands zurücklegte, dies nur einige Meilen von der AC Fabrik entfernt. 1924 brach Tom Gillet einen neuen 24 Stunden Rekord mit 82 mph unter Verwendung des prädominanten Reihensechszylindermotors. 1926 fuhren Victor Bruce und William Brunell zu dem ersten Erfolg eines englischen Sportwagens bei der Rallye Monte Carlo. Ein Jahr später fuhren Bruce und seine Frau Joyce 1500 Meilen innerhalb von 9 Tagen in Frankreich.

 

Der Aufstieg des AC Ace

Innerhalb der nächsten 6 Jahre führte AC sieben neue Modelle ein. Das Programm reichte vom Aceca, einem Zweisitzer Coupe bis hin zur spezialkarosserierten Limousine mit langem Radstand. Die Leistung des AC Sechszylinders wurde von 40 auf 56 PS verbessert und 1928 war AC einer der größten britischen Autohersteller geworden. Dieser Erfolg wurde jedoch 1929 durch den Börsen Crash beendet, der die Welt in eine Rezession brachte und AC in eine unfreiwillige Liquidation.
Kurze Zeit nach der Depression übernahmen William und Charles Hurlock die AC Car Company im Jahr 1930, aber anstatt Autos herzustellen, gründeten sie Servicebetriebe für existierende Besitzer. Nach Zuspruch vieler zufriedener AC Kunden entschieden sich die Brüder für eine begrenzte Produktion handgefertigter Autos. In den ganzen 30er Jahren lief der AC Sechszylindermotor zuverlässig und fuhr außergewöhnliche Erfolge beim Royal Automobile Club (RAC) und bei den Monte Carlo Rallyes ein. Kurz darauf bezog AC neue Verkaufsräume in der feinen Londoner Park Lane und AC war wieder ein solides und erfolgreiches Unternehmen. 1931 wurde erstmals der Name Ace für einen AC Wagen verwendet. Zwei Jahre später nahmen 4 Fahrzeuge an der RAC Rallye teil und alle ernteten eine fragwürdige Berühmtheit. Eine Viersitzer Sportversion pilotiert von Frau Kitty Brunel gewann die Gesamtwertung und die Hurlock Brüder wurden respektable 4. und 6. Frau G. Daniel belegte den 7. Platz und gewann den ersten Preis beim Concours d'Elegance.

 

AC geht in die USA

1937 wurden erstmals AC Wagen in die USA importiert. Aber durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde die gesamte Produktion auf kriegsnotwendige Güter wie Flugzeugteile Radarantennen, Flammenwerfer Gewehre und Signale umgestellt.

Als 1945 der Krieg zu Ende war, nahm AC wieder den Bau von zivilen Fahrzeugen auf und steigerte in den nächsten 5 Jahren kontinuierlich die Produktion. 1950 fertigte AC bereits 5 seiner 2-Liter Modelle in verschiedenen Karosserievarianten pro Woche.

1953 wurde dann der AC Ace eingeführt, der sich schnell als ein Meilenstein in der AC Geschichte heraus stellte. Der Ace war ein offener zweisitziger Roadster, der sich schnell einer großen Beliebtheit unter den sportlichen Autofahrern erfreute.

Er erwarb sich in den britischen Club Wettbewerben einen besten Ruf, da er Wochenends bei Rennen oder Rallyes eingesetzt werden konnte und wochentags zum täglichen Gebrauch gut war.

1954 debütierte das Aceca Coupé anlässlich der London Motor Show und die Serienfertigung begann im Jahr darauf. Auch 1957 wurde ein erfolgreiches Jahr mit der Markteinführung des AC Bristols und seinem 10. Platz in der Gesamtwertung bei den legendären 24 Stunden von Le Mans.

1958 war man dann mit einem AC Bristol auf Rang 8 und einem Serienwagen auf Rang 9 noch erfolgreicher. 1959 beendete ein AC Ace das Le Mans Rennen auf Rang 7 der Gesamtwertung und als Erster in der 2,0 Liter GT Klasse.

 

AC Cobra: die Shelby Jahre

In den folgenden Jahren arbeitete AC tatkräftig an der Serienproduktion seiner Fahrzeuge bis ein historischer Moment im Jahre 1961 kam; als Carroll Shelby in Verhandlungen mit AC Cars eintrat.

Unterstützt von der Ford Motor Company schlug Shelby vor den 4,2 Liter V8 in den leichten AC Ace einzubauen.

Gebaut von AC Cars in England ergab der Mix aus brutaler amerikanischer Motorleistung und britischem Design einen der schnellsten und brutalsten Sportwagen aller Zeiten: die AC Cobra !

Bereits 1963 baute AC 15 der handgefertigten, Aluminium Karosserie Roadster pro Woche. In diesem Jahr erreichte man einen 7. Platz in der Gesamtwertung in Le Mans mit einem Rennteam das den bekannten Stirling Moss als Teammanager hatte. In den folgenden Monaten nahm die Fertigung an Fahrt auf und mit amerikanischer Unterstützung beim Engineering, verbaute man über den 260 cubic inch 4,2l Motor hinaus dann den 289 cubic inch 4,6 Liter V8 und als Krönung den riesigen und legendären 427 s/c ( Street Competition) 7,0 Liter V8. Der Zuwachs an Leistung zwang AC ein auf 4 Zoll Rohre verstärktes Chassis zu entwickeln, um das unglaubliche Drehmoment des monströsen 500 PS V8 zu bändigen.

Zu dieser Zeit listete das Guinness Buch der Rekorde die AC Cobra als das schnellste Serienauto der Welt, eine Auszeichnung die sie für viele Jahre behalten sollte.

 

AC setzt Weltrekorde

Im Jahr 1964 verursachte die AC Cobra einen gewaltigen Eklat, der sich als Höhepunkt für AC Cars und die Marke AC herausstellen sollte. Ende des Jahres 1964 erreichte eine AC Cobra während einer Testfahrt vor dem Le Mans Rennen auf der unbeschränkten M1 Autobahn eine Geschwindigkeit von ungefähr 183 Meilen pro Stunde (ca. 300 km/h) mit staunenden Zuschauern und Ingenieuren als Zeugen. Das Ergebnis wurde auch von dem Britischen House of Commons zur Kenntnis genommen und stellte sich als so schwerwiegend heraus, dass das britische Parlament ein Speedlimit von 70 Meilen pro Stunde auf britischen Autobahnen und Schnellstraßen beschloss.

1965 gewann die AC Cobra die Markenweltmeisterschaft für Sportwagen und war auf dem Weg das bemerkenswerteste Supercar seiner Zeit zu werden.

Zwischen 1967 und 1973 wurde die AC 428 eingeführt und hergestellt mit einer neuen Stahlkarosse die von Frua in Turin gezeichnet wurde. Mit den in Italien hergestellten Karossen baute AC 29 Cabriolets und 51 Coupés bis die Fertigung 1973 auslief.

Während der 70er und 80erJahren entwickelte AC den ME 3000, ein Zweisitzer Mittelmotor Sportwagen mit einem Ford 3,0 Liter V6 Motor unter einer Composite Karosserie die auf ein Stahlchassis montiert war.

 

AC Ace wird zur AC MkIV

1985 stellte sich mit der Wiedereinführung der AC Mk IV nach Nord-Amerika als ein weiterer Meilenstein heraus. Diese AC hatte einen 5 Liter V8, der in 50 Staaten die Zulassungsbedingungen nach EPA und DOT erfüllte und auf den Original Cobra Werkzeugen basierte. Bis zum Jahr 1986 hatten sich die meisten großen Automobilhersteller in die kleineren Sportwagenhersteller eingekauft und Ford ging ein Joint Venture mit Autokraft ein, um die Mehrheitsanteile an AC Cars von der Hurlock Familie zu erhalten.

Zwei Jahre später wurde die Produktion in eine neue speziell errichtete Fabrikanlage verlegt, die sich in dem alten, historischen Brooklands Rennstrecken Komplex befand. Ein Ort der während der vergangenen 60 Jahre Zeuge vieler AC Erfolge geworden war.

 

AC Die 90er Jahre

1990 produzierte man die Lightweight Version der AC Mk IV und im Folgejahr wurde ein Vorserienmodell der neuen AC Ace gebaut, deren Karosse von der Firma International Auto Design entworfen wurde.

Die neue AC Ace war mit allen zeitgemäßen Features wie elektrischem Verdeckmechanismus, Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern, Aluminiumkarosse und einem Edelstahlchassis ausgestattet.

Im Jahre 1992 übernahm Brian Angliss persönlich die Anteile von Ford und die Lightweight AC Mk IV wurde weiterentwickelt um die 1993er europäischen Zulassungsvorschriften sowie die strengen nordamerikanischen Vorschriften zu erfüllen.

Nach der europäischen Zulassung wurde die AC Ace auf der Londoner Motor Show vorgestellt. Die Serienfertigung begann dann im darauf folgenden Jahr und das Auto wurde 1995 auf der Detroit Motor Show der amerikanischen Öffentlichkeit vorgestellt.

1996 erfolgte die Übernahme von AC Cars durch die AC Car Group und deren Inhaber Alan Lubinsky bemühte sich die Mk IV Verkaufszahlen zu steigern und vervollständigte die Entwicklung der AC Ace. Die AC Car Group optimierte den Produktionsprozess, so dass der handgefertigte Wagen zu einem besseren Verkaufspreis angeboten werden konnte. 1997 wurde dann die neue AC Ace eingeführt, die zusammen mit dem AC Superblower von dem 5,0 Liter V8 mit 320 PS angetrieben wurde. Im Jahr darauf stellte man dann den neuen AC Aceca vor, der neben einem AC Mk II 289 FIA Roadster, dem AC Ace und dem AC Superblower gezeigt wurde.

Von 1999 an bot man die neue AC Cobra Mk IV Carbon Road Series (CRS) an, der mit einer Carbon Karosse anstatt der handgefertigten Aluminiumkarossen gebaut wurde. Im Jahre 2000 wurde der AC 212 S/C auf der Birmingham International Motor Show vorgestellt, der mit einem 213 cubic inch Lotus V8 Biturbomotor ausgestattet war.

 

AC feiert den 100. Geburtstag

Im Jahre 2001 wurde AC Cars 100 Jahre alt und zog um nach Albany Park, Frimley, Surrey.

Kurz darauf wurde ein neues Modell entwickelt, die AC Mk V. Sie besaß eine Carbon Karosserie, die auf das originalgetreue klassische Leiterrohrchassis montiert wurde und von einem 340 PS starken Ford V8 Motor angetrieben wurde, der seine Kraft über ein 5-Gang Getriebe abgab.

Die AC Mk V wurde bis 2007 in Malta produziert.

Seit dem Jahr 2001 suchte AC Cars einen Partner, der mit kompromisslosem Anspruch auf Qualität und Innovation, in der Lage und wert wäre die Marke AC mit ihrer glanzvollen Geschichte in eine neue technische Epoche zu führen und trotzdem die traditionellen Werte achten und erhalten würde.

Dies führte zur Partnerschaft mit AC Automotive GmbH in Deutschland, die auserwählt wurde die Marke AC in Europa wieder zu etablieren.

In dieser Partnerschaft geht AC nun neue Wege, um die ruhmreiche Geschichte der AC Cobra mit neuester Technologie und deutschem Engineering in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Trotz einer wechselvollen Geschichte in den letzten 40 Jahren, ist die Marke AC heute stärker als jemals zuvor und schreibt mit der neuen AC Cobra Mk VI ein weiteres Kapitel an der Legende eines der faszinierendsten Sportwagen aller Zeiten.

Jede neue AC Cobra ist für sich nicht nur ein automobiles Kunstwerk, sondern wird durch den Eintrag in das mehr als hundertjährige offizielle AC Register (AC Bibel), auch zusammen mit Ihrem Eigentümer quasi in den Autoadel erhoben.

Dieses offizielle AC Register ist ein lebender Beweis einer über hundertjährigen Automobiltradition.


Seit 2013 sind 2 Modelle erhältlich:

  • Die GT mit einem GM V8 Motor, 6,2l und 437PS
  • Die GT Big Block mit einem GM V8 Saugmotor, 7,2l und 640PS



Die Geschichte der AC Automobile ist wirklich einzigartig und hat mit der Verbindung zwischen englischem Design und amerikanischer Motorenpower eine Legende hervorgebracht.

Die AC Cobra wurde eine zeitlose Ikone des Automobilbaus und sie ist in Ihrer perfektionierten Form , in bis dahin nicht gekannter Qualität und fahrverhalten immer noch zu haben.